Romanisches Seminar

Doktorat SNF Projekt (Schweizerischer Nationalfonds)
100 %

Am Romanischen Seminar der Universität Zürich bzw. am Institut für Kulturforschung Graubünden (ikg) mit Sitz in Chur sind nach Vereinbarung, jedoch spätestens per 1. September 2021, drei auf vier Jahre angelegte Forschungsstellen in deutscher / rätoromanischer / italienischer / komparatistischer Literaturwissenschaft zu besetzen. Die drei Doktorandenstellen sind Teil des vom Schweizerischen Nationalfonds finanzierten Forschungsprojekts «Ein Erfahrungsraum – drei Literaturen. Lektüren des Umbruchs in Graubünden nach 1945», das von Prof. Dr. Rico Valär (UZH) und Dr. Cordula Seger (ikg) geleitet wird.

Projektbeschreibung
Das Forschungsprojekt «Ein Erfahrungsraum – drei Literaturen. Lektüren des Umbruchs in Graubünden nach 1945» untersucht, wie der kulturelle Wandel nach 1945 im mehrsprachigen alpinen Raum Graubündens als einschneidende kollektive Erfahrung in und mit den deutschen, italienischen und rätoromanischen Literaturen versprachlicht, diskutiert und verarbeitet wurde. Anhand eines mehrsprachigen Textkorpus, das nicht nur Werke aus dem Kanon, sondern einem offenen Literaturbegriff folgend auch Texte aus Kalendern, Jahrbüchern oder Zeitschriften berücksichtigt, werden zentrale Fragestellungen in einem Rahmenprojekt und drei Teilprojekten untersucht. Das von den Projektleitenden bearbeitete Rahmenprojekt befasst sich mit Bedingungen und Gegebenheiten des Bündner Literaturbetriebs nach 1945 und fragt nach Strukturen, Publikationsmöglichkeiten, sprachpolitischen Zielsetzungen, Ideologien und Moralvorstellungen, die die literarische Produktion und Rezeption prägten.

Teilprojekt «Konstruktionen des Biografischen und Mehrsprachigkeit»
Zum einen geht es um die intellektuelle Biografie ausgewählter Autorinnen und Autoren mit Blick auf deren Strategien im Umgang mit Mehrsprachigkeit, Kleinliteraturen sowie den Begrenzungen und Spielräumen, die Graubünden mit sich bringt. Zum anderen geht es um die Frage, wie Mehrsprachigkeit biografisches Erzählen durchdringt und sich auf der Textebene einschreibt.

Teilprojekt «Geschlecht – Familie – Generation»

Innerhalb dieses Projekts geht es um die Schwerpunkte «Konfigurationen von Männlichkeit und Weiblichkeit im ländlichen Raum» sowie «Konzeption von Generation und Familie». Damit verbunden sind Fragestellungen nach den Konsequenzen des gesellschaftlichen Wandels für die Konzeptionen von Geschlecht, Familie und Generation. Wie werden entsprechende Traditionen, Brüche und Konflikte literarisch verarbeitet und teilweise vorweggenommen?

Teilprojekt «Zugehörigkeit – vom Fremden im Eigenen»

Im Zentrum steht das Wechselspiel von Literarisierung und Touristifizierung Graubündens und das daraus resultierende Spannungsfeld von fremd und eigen. Dabei gilt es verschiedene Blickpunkte zu berücksichtigen: Die Perspektiven jener, die Graubünden als Ort des ephemeren Aufenthalts, als anderen Ort zum Gewohnten und Bekannten reflektieren und derjenigen, die aus dem Verständnis der Ortsansässigen heraus und getragen von der Konzeption von Generation und Familie Graubünden als Alltagsraum erkennen.

Detaillierte Informationen zu den Teilprojekten finden hier.

Ihre Aufgaben

Ihr Profil

Wir bieten Ihnen

Arbeitsort

Universität Zürich Zentrum und/oder Institut für Kulturforschung Graubünden, Chur.

Stellenantritt

Der Stellenantritt erfolgt nach Vereinbarung, aber spätestens am 1. September 2021.

Bitte reichen Sie Ihre Bewerbung in Form eines einzigen PDF-Dokuments bis spätestens 31. Mai 2021 ein.

Ihre Bewerbung sollte folgende Unterlagen enthalten:

Weitere Auskünfte